Persönlichkeitsstörungen - State-of-the-Art 25.11.2017 11:00 Uhr in Würzburg

Persönlichkeitsstörungen - State-of-the-Art

Seminar Persönlichkeitsstörungen - State-of-the-Art am 25.11.2017 in Würzburg

150,00 €
enthält 19% MwSt.

Wiederholung von 2010 - nach wie vor aktuell!! - Begriffsbestimmung und Diagnostik, zu verhaltenstherapeutisch basierten Konzepten und speziellen wirksamen Therapiemaßahmen, ergänzt durch praktische Fallbeispiele und Therapiematerialien.

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ART.-NR.: KMP-01149-H5P9N0
KATEGORIE: SEMINAR
SCHLÜSSELWORTE: SEMINAR, PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN

WIEDERHOLUNG VON 2010!!! nach wie vor AKTUELL!!!

Persönlichkeitsstörungen? - Die lassen sich doch nur schwer bis gar nicht behandeln!!

Diese Behauptung hört und liest man sehr häufig. Diese Ansicht ist aber in der undifferenzierten Verallgemeinerung genauso falsch, wie die ebenfalls oft vertretene Meinung, dass einige schwer persönlichkeitsgestörte Menschen (zumeist Personen mit dissozialen Persönlichkeitsstörungen) therapeutisch nicht beeinflussbar seien. Mit diesem Therapie-Pessimismus gilt es aufzuräumen.

Ein allgemeiner Therapiepessimismus ist im Bereich der Persönlichkeitsstörungen nicht nur unbegründet, sondern schädlich. Kommt ein Psychotherapeut in der Therapie nicht weiter oder kommt es zu gravierenden Krisen in der Therapeut-Patient-Beziehung, so ist es alltägliche Routine geworden, an „frühe“ Ich- und Persönlichkeitsstörungen zu denken. Das wäre nicht so schlimm, wenn diese Sichtweisen-Veränderung mit Diagnose und Zweitdiagnose Persönlichkeitsstörung nicht jedes Mal und zumeist unbemerkt auf die weitere Wert- und Zielimplikationen der Therapie so erheblich Einfluss nähme.

Diese Sichtweisen-Veränderung impliziert das Problem der Personperspektvierung eines interaktionellen Problems. Dies bedeutet eine Erklärung psychotherapeutischer Krisen durch die Persönlichkeitsstörungen von Patienten macht aus einem Problem der Patient-Therapeut-Beziehung ein Problem des Patienten. Dem Therapeuten mag diese Ansicht neue Sicherheit bieten, ist er doch nicht mehr zwingend Verursacher der eingetretenen therapeutischen Krise, sondern die Persönlichkeitsstörung des Patienten.

Das Problem ist aber weitreichender: aus dem Perspektivwechsel ergibt sich für den Therapeuten, dass die weitere Therapie „schwieriger“ wird und damit tritt die für jede Therapie wichtige Hoffnung auf eine Änderung weit in den Hintergrund. Die sonst naheliegende Überlegung, dass das bisherige Vorgehen für die entstandenen Krisen verantwortlich sein könnte, kommt nicht mehr auf und man fühlt sich überfordert und verliert die Übersicht über den Behandlungsfall .

Es ist schon wahr: Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsstörungen zählen zu den schwierigsten Aufgaben in den Psycho-Fächern, da die Grenzen zum Normalpsychologischen verschwimmen können. Kaum ein Bereich psychischer Erkrankungen ist in den letzten 100 Jahren einem so grundlegenden Paradigmenwechsel unterzogen worden wie der der lange als weitgehend therapieresistent betrachteten Persönlichkeitsstörungen . Deren Behandlung hat in den letzten Jahren insbesondere durch das Konzept der dialektisch-behavioralen Therapie eine deutliche Stimulation erhalten. Das vergangene Jahrzehnt war durch große Fortschritte im Verständnis verursachender und aufrechterhaltender Faktoren sowie in evidenzbasierten Therapieoptionen gekennzeichnet . Dabei sind Persönlichkeitsstörungen gar nicht selten. Nach Hautzinger (1993) leiden ca. 10 bis 20% der Bevölkerung daran.

Mit diesem Seminar möchte ich ihnen die klinischen Dimensionen der Persönlichkeitsstile im therapeutischen Alltag anhand verschiedener auf die einzelnen Persönlichkeitsstile bezogenen Vorgehensweisen und Interventionsmöglichkeiten aufzeigen. Der Aufbau ist modular mit Abschnitten zur Begriffsbestimmung und Diagnostik, zu verhaltenstherapeutisch basierten Konzepten und speziellen wirksamen Therapiemaßahmen, ergänzt durch praktische Fallbeispiele und Therapiematerialien.

Die Veranstaltung ist gemäß der FoBi-Rili anerkannt. Sie erhalten 11 Punkte. Es ist eine sog. Lernerfolgskontrolle auszufüllen. Der Kostenbeitrag beträgt 150 €. Konferenzbuffet, Kaffee und Kaltgetränke sind enthalten. Außerdem erhalten Sie einen Zugang zum Online-Teilnehmerbereich mit weiteren Informationen.
Veranstaltungsdatum:
25.11.2017
Veranstaltungsdauer:
11:00 - 17:30 Uhr
Akkreditierung
Fobi-Punkte
11
Veranstaltungsort
KV Bayerns, Hofstraße 5, 97070 Würzburg - weitere Infos auf der Website
Teilnahmegebühr
150,00 €


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