Angst im Griff: Erfolgreiche Verhaltenstherapie bei Angststörungen

Verhaltenstherapie bei Angststörungen
Entdecken Sie in unserem Artikel 'Angst im Griff: Erfolgreiche Verhaltenstherapie bei Angststörungen' fundierte Einblicke und bewährte Strategien für Psychotherapeuten. Lernen Sie, wie Sie mit aktuellen und effektiven Verhaltenstherapie-Techniken Angststörungen bei Ihren Patienten behandeln können. Wir decken alles ab, von grundlegenden Konzepten und Fallbeispielen bis hin zu neuesten Forschungserkenntnissen und Selbstfürsorgetipps für Therapeuten. Ideal für Fachleute, die ihre Praxis und ihr Wissen im Bereich der Angstbehandlung vertiefen möchten.

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Identifizierung eines gemeinsamen Problems

   Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in Ihrer Praxis und ein Patient mit ausgeprägten Angstsymptomen sucht Ihre Hilfe. Diese Situation ist Ihnen sicherlich nicht unbekannt. Angststörungen zählen zu den verbreitetsten psychischen Erkrankungen, die Sie in Ihrer therapeutischen Arbeit regelmäßig begegnen. Sie beeinflussen das Leben Ihrer Patienten tiefgreifend und stellen zugleich eine Herausforderung für Sie als Therapeut dar. Wie können Sie effektiv helfen? Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Behandlungsmethoden den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen? Dieser Artikel hat zum Ziel, Ihnen Antworten auf diese Fragen zu bieten und Ihnen praktische Werkzeuge für die erfolgreiche Behandlung von Angststörungen an die Hand zu geben.

Kurze Beschreibung der Relevanz des Themas

   Die Relevanz des Themas Angststörungen ergibt sich nicht nur aus ihrer Häufigkeit, sondern auch aus der Komplexität ihrer Behandlung. Als niedergelassene verfügen Sie über eine reiche Erfahrung in der Therapie, stehen jedoch auch vor der Herausforderung, sich stets weiterzubilden und Ihre Methoden zu aktualisieren. Angststörungen sind facettenreich und verlangen ein tiefgreifendes Verständnis sowie eine flexible Anpassung der therapeutischen Ansätze. Dieser Artikel soll Ihnen dabei helfen, Ihr Wissen zu vertiefen und Ihre therapeutischen Fähigkeiten speziell im Umgang mit Angststörungen zu erweitern.

Überblick über den Inhalt des Artikels

   In diesem Artikel werden wir uns eingehend mit den verschiedenen Aspekten der Angststörungen und deren effektiver Behandlung durch Verhaltenstherapie beschäftigen. Zunächst betrachten wir die Grundlagen: Was sind Angststörungen, und wie werden sie diagnostiziert? Anschließend gehen wir auf den theoretischen Rahmen und die spezifischen Ansätze der Verhaltenstherapie ein. Praktische Anwendung finden diese Erkenntnisse in detaillierten Fallbeispielen und Strategien, die aufzeigen, wie therapeutische Interventionen erfolgreich umgesetzt werden können. Wir diskutieren außerdem die Herausforderungen in der Therapie und wie diese gemeistert werden können. Abschließend werfen wir einen Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse und deren Bedeutung für Ihre Praxis. Dieser Artikel soll ein Kompass sein, der Sie durch das komplexe Terrain der Angststörungen führt.

Grundlagen der Angststörungen

Definition und Arten von Angststörungen

   Was genau sind Angststörungen? Sie sind eine Gruppe von psychischen Erkrankungen, die durch übermäßige und anhaltende Angst, Sorge und Furcht charakterisiert sind. Diese Angstzustände sind mehr als nur vorübergehende Besorgnis oder Furcht. Sie sind intensiv, oft unverhältnismäßig zur tatsächlichen Bedrohung, und können das tägliche Leben stark beeinträchtigen. Zu den häufigsten Typen zählen die generalisierte Angststörung, Panikstörungen, soziale Angststörung, spezifische Phobien und die posttraumatische Belastungsstörung. Jede dieser Störungen hat ihre spezifischen Merkmale und Herausforderungen, aber alle haben gemeinsam, dass sie die Lebensqualität Ihrer Patienten erheblich beeinträchtigen können.

Epidemiologie: Häufigkeit und Altersverteilung

   Angststörungen sind weit verbreitet und eine der Hauptursachen für psychische Gesundheitsprobleme weltweit. Studien zeigen, dass ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens mindestens eine Form von Angststörung erlebt. Diese Störungen können in jedem Alter auftreten, aber bestimmte Typen neigen dazu, in bestimmten Lebensphasen häufiger aufzutreten. Zum Beispiel treten soziale Angststörungen oft in der Jugend auf, während die generalisierte Angststörung und Panikstörungen in späteren Lebensabschnitten häufiger diagnostiziert werden. Diese Informationen sind wichtig, um zu verstehen, wie sich Angststörungen in verschiedenen Lebensphasen Ihrer Patienten manifestieren können.

Typische Symptome und Diagnosekriterien

   Die Symptome von Angststörungen variieren je nach Art der Störung, beinhalten aber oft anhaltende und übermäßige Sorgen, körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen. Es ist entscheidend, diese Symptome richtig zu identifizieren, um eine korrekte Diagnose zu stellen. Die Diagnosekriterien für Angststörungen sind im DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) und ICD-10 (International Classification of Diseases) detailliert beschrieben. Als Therapeuten ist es wichtig, sich mit diesen Kriterien vertraut zu machen, um eine fundierte Diagnose zu stellen und den besten Behandlungsplan für Ihre Patienten zu entwickeln.

Die Bedeutung des Verständnisses der Angststörungen für die Therapie

   Ein umfassendes Verständnis von Angststörungen ist die Grundlage für eine effektive Therapie. Es ermöglicht Ihnen als Therapeut, individuelle Behandlungspläne zu erstellen, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Symptome jedes Patienten zugeschnitten sind. Darüber hinaus hilft es Ihnen, Empathie und Verständnis für die Erfahrungen Ihrer Patienten zu entwickeln, was für den Aufbau einer therapeutischen Beziehung unerlässlich ist. Ein tiefgreifendes Verständnis dieser Störungen ermöglicht es Ihnen auch, die Wirksamkeit verschiedener therapeutischer Ansätze zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen, um die besten Ergebnisse für Ihre Patienten zu erzielen.

Verhaltenstherapie bei Angststörungen: Theoretischer Rahmen

Grundprinzipien der Verhaltenstherapie

   Die Verhaltenstherapie basiert auf der Annahme, dass maladaptive Verhaltensweisen, die Angststörungen begleiten oder verstärken, gelernt sind und folglich auch wieder verlernt werden können. Das Hauptziel ist es, negative Verhaltensmuster, die zur Aufrechterhaltung der Angst beitragen, zu identifizieren und zu ändern. Dabei konzentriert sich die Verhaltenstherapie auf das Hier und Jetzt; weniger auf die Ursachen der Angst in der Vergangenheit, sondern vielmehr darauf, wie die gegenwärtigen Verhaltensweisen die Störung aufrechterhalten. Techniken wie die Konfrontationstherapie, bei der Patienten schrittweise und kontrolliert den angstauslösenden Situationen ausgesetzt werden, und kognitive Umstrukturierung, die darauf abzielt, die negativen Denkmuster zu verändern, sind zentrale Elemente dieser Therapieform.

Spezifische Ansätze und Techniken zur Behandlung von Angststörungen

   Innerhalb der Verhaltenstherapie gibt es mehrere spezifische Techniken, die für die Behandlung von Angststörungen besonders wirksam sind. Dazu gehören die systematische Desensibilisierung, bei der Patienten schrittweise lernen, ihre Angst in einer kontrollierten Umgebung zu bewältigen, und die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), die sich darauf konzentriert, sowohl das Denken als auch das Verhalten zu verändern. Ein weiteres wichtiges Element ist die Expositionstherapie, bei der Patienten den angstauslösenden Reizen direkt ausgesetzt werden, um ihre Reaktionen und Ängste zu überwinden. Diese Techniken erfordern eine sorgfältige Planung und Anpassung an die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um ihre Angst in realen Situationen zu bewältigen.

Die Rolle der kognitiven Umstrukturierung

   Kognitive Umstrukturierung ist ein zentraler Bestandteil der Verhaltenstherapie bei Angststörungen. Diese Technik zielt darauf ab, die Art und Weise zu verändern, wie Patienten über ihre Angst denken. Es geht darum, unlogische, negative und katastrophisierende Gedanken, die zur Angst beitragen, zu identifizieren und in realistischere und positive umzuwandeln. Durch diesen Prozess lernen die Patienten, ihre Gedankenmuster zu erkennen, zu hinterfragen und letztlich zu ändern. Dies führt dazu, dass sie ihre Ängste besser bewältigen und in stressigen Situationen effektiver reagieren können. Kognitive Umstrukturierung ist besonders wirksam in Kombination mit anderen verhaltenstherapeutischen Techniken und trägt dazu bei, langfristige Verbesserungen im Umgang mit Angststörungen zu erreichen.

Integration von Entspannungstechniken

   Entspannungstechniken spielen eine wichtige Rolle in der Verhaltenstherapie bei Angststörungen. Techniken wie die progressive Muskelentspannung, Atemübungen und Achtsamkeitstraining können Patienten dabei helfen, ihre körperliche Reaktion auf Angst zu kontrollieren und ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit zu fördern. Diese Techniken sind nicht nur hilfreich, um die unmittelbaren Symptome der Angst zu lindern, sondern sie bieten den Patienten auch langfristige Strategien, um mit Stress umzugehen und die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Angstzustände zu verringern. Die Integration dieser Techniken in die Therapie unterstützt die Patienten dabei, ein tieferes Verständnis und eine bessere Kontrolle über ihre körperlichen und emotionalen Reaktionen auf Angst zu entwickeln.

Praxisbezogene Anwendung: Fallbeispiele und Strategien

Darstellung von Fallbeispielen aus der Praxis

   Um die praxisbezogene Anwendung der Verhaltenstherapie bei Angststörungen zu verdeutlichen, ist es hilfreich, konkrete Fallbeispiele zu betrachten. Stellen Sie sich beispielsweise einen Patienten vor, der unter einer sozialen Angststörung leidet. Er vermeidet soziale Interaktionen aus Furcht vor Bewertung und Ablehnung. Ein anderer Fall könnte ein Patient mit einer Panikstörung sein, der unerwartete Panikattacken erlebt. In diesen Fallbeispielen werden die spezifischen Herausforderungen und Ansätze zur Behandlung detailliert beschrieben. Dies ermöglicht es Ihnen, die Theorie in einen realen Kontext zu setzen und zu verstehen, wie verschiedene Techniken und Strategien in der Praxis angewendet werden können.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für therapeutische Interventionen

   Für jeden Fall werden Schritt-für-Schritt-Anleitungen für therapeutische Interventionen bereitgestellt. Zum Beispiel könnte im Fall der sozialen Angststörung der therapeutische Ansatz eine Kombination aus Expositionstherapie, in der der Patient schrittweise sozialen Situationen ausgesetzt wird, und kognitiver Umstrukturierung umfassen, um negative Gedankenmuster zu verändern. Bei einem Patienten mit Panikstörung könnten Techniken zur Atemkontrolle und progressive Muskelentspannung integriert werden, um die körperlichen Symptome der Panik zu bewältigen. Diese Anleitungen sind darauf ausgelegt, Ihnen als Therapeut konkrete Werkzeuge und Schritte zu bieten, die Sie in Ihrer Praxis anwenden können.

Individuelle Anpassung der Therapie an unterschiedliche Patientenprofile

   Jeder Patient ist einzigartig, und daher muss die Therapie individuell angepasst werden. Es ist wichtig, die spezifischen Bedürfnisse, Symptome und Lebensumstände jedes Patienten zu berücksichtigen. Dieser Abschnitt zeigt auf, wie Sie die Therapiepläne an verschiedene Patientenprofile anpassen können, indem Sie verschiedene Techniken und Ansätze kombinieren. Es werden Beispiele gegeben, wie Sie die Therapie für einen Patienten mit einer langjährigen Geschichte von Angststörungen im Vergleich zu einem Patienten, bei dem die Symptome kürzlich aufgetreten sind, anpassen können. Diese individuelle Herangehensweise ist entscheidend, um die Wirksamkeit der Behandlung zu maximieren und sicherzustellen, dass jeder Patient die bestmögliche Unterstützung erhält.

Herausforderungen und Lösungsansätze in der Therapie

Typische Herausforderungen bei der Behandlung von Angststörungen

   Bei der Behandlung von Angststörungen begegnen Sie als Therapeut diversen Herausforderungen. Eine der größten ist vielleicht der Widerstand der Patienten gegenüber der Konfrontation mit ihren Ängsten, was ein Kernbestandteil vieler therapeutischer Ansätze ist. Ein weiteres häufiges Problem ist die Schwierigkeit, die Patienten bei der Umsetzung der gelernten Strategien in ihrem Alltag haben. Außerdem können Komorbiditäten, wie Depression oder Suchterkrankungen, die Behandlung von Angststörungen komplizieren. Diese Herausforderungen können den Therapieverlauf erschweren und die Motivation sowohl des Patienten als auch des Therapeuten beeinträchtigen.

Praktische Tipps zur Überwindung dieser Herausforderungen

   Um diese Herausforderungen zu überwinden, ist es wichtig, eine starke therapeutische Beziehung aufzubauen. Zeigen Sie Empathie und Verständnis, und arbeiten Sie daran, Vertrauen zu schaffen. Bei Widerstand gegenüber der Konfrontation kann es hilfreich sein, klein anzufangen und den Patienten schrittweise an schwierigere Aufgaben heranzuführen. Für die Übertragung der Strategien in den Alltag können Hausaufgaben und Übungen außerhalb der Therapiesitzungen nützlich sein. Bei Komorbiditäten ist ein integrierter Behandlungsansatz erforderlich, der sowohl die Angststörung als auch die begleitenden Erkrankungen berücksichtigt. Regelmäßige Evaluierung des Therapieverlaufs und Anpassungen des Behandlungsplans sind ebenfalls essenziell.

Diskussion von Fallstricken und wie man sie vermeiden kann

   Ein häufiger Fallstrick in der Behandlung von Angststörungen ist die Überfokussierung auf Symptome anstelle der zugrunde liegenden Verhaltensmuster und Denkweisen. Es ist wichtig, sich nicht ausschließlich auf die Reduktion der Angstsymptome zu konzentrieren, sondern auch an den tieferen, kognitiven und verhaltensbezogenen Aspekten der Störung zu arbeiten. Ein weiterer Fallstrick kann sein, ungeduldig zu werden, wenn Fortschritte langsamer als erwartet erfolgen. Geduld und das Verständnis, dass Veränderung Zeit braucht, sind entscheidend. Vermeiden Sie auch, die Fähigkeit des Patienten zur Selbsthilfe zu unterschätzen. Stärken Sie stattdessen seine Autonomie und Selbstwirksamkeit, um langfristige Erfolge zu fördern.

Integration neuer Forschungsergebnisse

Aktuelle Studien und ihre Implikationen für die Praxis

   Die Landschaft der psychologischen Forschung ist ständig in Bewegung, und neue Erkenntnisse können tiefgreifende Auswirkungen auf die Behandlung von Angststörungen haben. Aktuelle Studien befassen sich beispielsweise mit den neurobiologischen Grundlagen von Angststörungen, der Wirksamkeit von Online-Therapiesitzungen oder der Integration von Achtsamkeitsübungen in die kognitive Verhaltenstherapie. Es ist wichtig, dass Sie als Therapeut auf dem Laufenden bleiben, um die neuesten Forschungsergebnisse in Ihre Praxis zu integrieren. Dies kann bedeuten, sich mit neuen Behandlungsmethoden vertraut zu machen, bestehende Ansätze auf Basis neuer Evidenz anzupassen oder sich über innovative diagnostische Werkzeuge zu informieren.

Diskussion über innovative Ansätze und Techniken

   Ein Teil der neuesten Forschung konzentriert sich auf innovative Ansätze und Techniken, die das Potenzial haben, die Behandlung von Angststörungen zu revolutionieren. Dies umfasst beispielsweise den Einsatz von virtueller Realität in der Expositionstherapie, das Experimentieren mit neurofeedbackgestützten Methoden oder die Entwicklung neuer medikamentöser Ansätze, die die Therapie unterstützen können. Die Diskussion dieser Innovationen bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren therapeutischen Werkzeugkasten zu erweitern und Ihren Patienten fortschrittliche und vielfältige Behandlungsoptionen anzubieten.

Wie man sich ständig weiterbildet und auf dem neuesten Stand bleibt

   Um kontinuierlich auf dem neuesten Stand der Forschung zu bleiben, ist es wichtig, sich aktiv um Weiterbildung zu bemühen. Dies kann durch regelmäßige Teilnahme an Fachkonferenzen, das Lesen von Fachzeitschriften, die Mitgliedschaft in berufsbezogenen Netzwerken und die Teilnahme an Fortbildungen geschehen. Auch Online-Plattformen und Webinare können eine wertvolle Ressource sein, besonders für beschäftigte Therapeuten, die ihre Praxis mit aktuellen Erkenntnissen bereichern möchten. Dieser kontinuierliche Lernprozess ermöglicht es Ihnen, die Qualität Ihrer Behandlung zu verbessern und Ihre Patienten effektiver zu unterstützen.

Selbstfürsorge für Therapeuten

Bedeutung der Selbstfürsorge im Kontext der Behandlung von Angststörungen

   Die Arbeit mit Patienten, die unter Angststörungen leiden, kann sowohl emotional belastend als auch herausfordernd sein. Daher ist es essentiell, dass Sie als Therapeut auf Ihre eigene psychische Gesundheit achten. Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um Burnout vorzubeugen und um langfristig effektiv arbeiten zu können. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen beruflichen Anforderungen und persönlichem Wohlbefinden zu finden. Die Praxis der Selbstfürsorge ermöglicht es Ihnen, Mitgefühl und Empathie aufrechtzuerhalten, ohne dabei unter der emotionalen Last Ihrer Arbeit zu leiden.

Strategien zur Vermeidung von Burnout und zur Erhaltung der eigenen psychischen Gesundheit

   Es gibt verschiedene Strategien zur Vermeidung von Burnout und zur Förderung der eigenen psychischen Gesundheit. Dazu gehören regelmäßige Pausen, die Schaffung einer ausgewogenen Work-Life-Balance, der Aufbau eines unterstützenden sozialen Netzwerks und die Inanspruchnahme von Supervision oder eigener Therapie. Auch körperliche Aktivitäten, Hobbys und Entspannungstechniken können hilfreich sein. Wichtig ist, dass Sie Methoden finden, die für Sie persönlich funktionieren und die Sie in Ihren Alltag integrieren können. Eine regelmäßige Reflexion Ihrer eigenen Bedürfnisse und Grenzen ist ebenfalls wichtig, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Maßnahmen zur Förderung der Selbstfürsorge im therapeutischen Alltag

   Selbstfürsorge sollte ein integraler Bestandteil Ihres therapeutischen Alltags sein. Setzen Sie klare Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben, um sich Zeit für Erholung und persönliche Interessen zu sichern. Praktizieren Sie Achtsamkeit und Meditation, um Stress abzubauen und die eigene Zentrierung zu fördern. Die Teilnahme an Peer-Gruppen oder kollegialen Austauschforen kann ebenfalls unterstützend wirken, indem sie einen Raum für den Austausch von Erfahrungen und das Erlernen von neuen Coping-Strategien bietet. Indem Sie sich selbst gut umsorgen, stärken Sie nicht nur Ihre eigene Resilienz, sondern dienen auch als positives Vorbild für Ihre Patienten.

Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels

   In diesem Artikel haben wir uns intensiv mit der Behandlung von Angststörungen mittels Verhaltenstherapie auseinandergesetzt. Von den grundlegenden Definitionen und Symptomen über spezifische therapeutische Ansätze und Techniken bis hin zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen in der Therapie wurde ein umfassender Rahmen geboten. Die Integration aktueller Forschungsergebnisse und die Bedeutung der Selbstfürsorge für Therapeuten wurden ebenfalls hervorgehoben. Diese Zusammenfassung dient dazu, die Kernelemente zu rekapitulieren und sicherzustellen, dass die zentralen Botschaften und Erkenntnisse klar und präsent bleiben.

Motivierende Worte für die kontinuierliche Arbeit und Weiterentwicklung in der Behandlung von Angststörungen

   Angststörungen effektiv zu behandeln, erfordert Engagement, ständige Weiterbildung und die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Es ist eine Arbeit, die nicht nur Fachkenntnis, sondern auch Mitgefühl und Hingabe verlangt. Sie als Therapeuten leisten eine wichtige Arbeit, die das Leben Ihrer Patienten nachhaltig verbessern kann. Ich ermutige Sie, sich kontinuierlich weiterzubilden, offen für neue Methoden und Ansätze zu bleiben und sich aktiv um Ihre eigene psychische Gesundheit zu kümmern. Ihre Arbeit hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das Wohlergehen Ihrer Patienten und trägt zur Stärkung der psychischen Gesundheit in der Gesellschaft bei.

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Forschung im Bereich der Verhaltenstherapie bei Angststörungen

   Die Zukunft der Verhaltenstherapie bei Angststörungen ist vielversprechend und dynamisch. Mit fortschreitender Forschung und technologischer Entwicklung eröffnen sich neue Möglichkeiten und Herausforderungen. Wir können mit weiteren innovativen Behandlungsansätzen, verbesserten diagnostischen Tools und einem tieferen Verständnis der neurobiologischen Aspekte von Angststörungen rechnen. Es ist wichtig, dass Sie als Therapeuten sich dieser Entwicklungen bewusst sind und bereit sind, sie in Ihre Praxis zu integrieren. Die kontinuierliche Anpassung und Verbesserung der Behandlungsstrategien wird es ermöglichen, noch effektiver auf die Bedürfnisse Ihrer Patienten einzugehen und die Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern.

Ressourcen und weiterführende Literatur

Empfehlungen für Fachbücher, Artikel und Online-Ressourcen

   Um Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten in der Behandlung von Angststörungen zu vertiefen, ist es wichtig, Zugang zu hochwertigen Ressourcen zu haben. Es gibt eine Vielzahl von Fachbüchern, die sich detailliert mit verschiedenen Aspekten von Angststörungen und deren Behandlung beschäftigen. Artikel in renommierten Fachzeitschriften bieten aktuelle Forschungsergebnisse und Diskussionen über innovative Therapieansätze. Online-Ressourcen, wie Fachportale und Webinare, können ebenfalls wertvolle Einblicke und fortlaufende Lernmöglichkeiten bieten. In diesem Abschnitt des Artikels werden spezifische Titel und Quellen empfohlen, die für Sie als Therapeuten besonders nützlich und relevant sind.

Informationen zu Fortbildungsveranstaltungen und Workshops

   Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen und Workshops ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Angststörungen und Verhaltenstherapie zu informieren. Diese Veranstaltungen bieten nicht nur wertvolle Lernmöglichkeiten, sondern auch die Chance, sich mit Kollegen auszutauschen und Ihr professionelles Netzwerk zu erweitern. Hier auf der Website finden Sie Online-Seminare zu Angststörungen, Exposition bei Angststörungen, sowie Therapievideos zur Behandlung von Angststörungen.

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Günter Drechsel Geschäftsführer
ist Gründer der Psycho-Vision. Er unterhält seit 1985 eine eigene Praxis mit verhaltenstherapeutischer Orientierung in Kempten im Allgäu. Die Idee der "State-of-the-Art"-Fortbildungen, wurde 2004 geboren und zunächst in über 200 Präsenzseminaren deutschlandweit umgesetzt. Der State-of-the-Art-Ansatz wurde von ihm auch in technischer Hinsicht verfolgt: Die Aufzeichnungen sind seit 2010 auch online - dadurch konnte er kompetente Referent/-innen gewinnen, die er zu ihren Spezialthemen einlädt und die Seminare moderiert. Seit 2022 kam eine Partnerschaft mit dem US-Anbieter psychotherapy.net hinzu. Dies addierte Videos von Therapiesitzungen weltweit bekannter Koryphäen auf dem Gebiet der Psychotherapie.

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