Die Bearbeitung von Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel (EPR) 1 – Darstellung der Methode und Bearbeitung kognitiver Schemata am 10.12.22 von 10:00 – 15:00 Uhr

In diesem Kurs lernen die Teilnehmer die Methode des “Ein-Personen-Rollenspiels” kennen, die sich als hoch effektiv erwiesen hat und viele therapeutische Vorteile bietet.

Kurs 8: Die Bearbeitung von Schemata im Ein-Personen-Rollenspiel (EPR)

Teil 1: Darstellung der Methode und Bearbeitung kognitiver Schemata

Eine therapeutische Klärung dysfunktionaler und kompensatorischer Schemata ist als Voraussetzung für weitere therapeutische Strategien unbedingt erforderlich.

Darüber hinaus müssen diese Schemata aber noch „therapeutisch bearbeitet“ werden: Sie müssen spezifisch gehemmt und es müssen dazu Alternativ-Schemata entwickelt werden.

Dazu wurde in der KOP die Methode des „Ein-Personen-Rollenspiels“ (EPR) entwickelt, bei der ein Klient angeleitet wird, sein eigener Therapeut zu sein.

Dieses Vorgehen hat sehr viele therapeutische Vorteile und hat sich als hoch effektiv erwiesen.

In diesem Kurs werden Prinzipien und Vorgehensweisen des EPR erläutert und es wird das EPR als Methode zur Bearbeitung kognitiver Schemata dargestellt.

Im Einzelnen werden behandelt:

Vortrag

Fragen / Diskussion

240 Minuten

60 Minuten

Prof. Dr. Rainer Sachse

Prof. Dr. Rainer Sachse

ist Verhaltens- und Gesprächspsychotherapeut, Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie in Bochum und lehrt Klinische Psychologie an der dortigen Ruhr-Universität. Er zählt deutschlandweit zu den versiertesten Experten für Persönlichkeitsstörungen.

Kursreihe: Klärungsorientierte Psychotherapie: Relevante Prozesse von Klienten und ihre therapeutische Förderung durch den Therapeuten

Was ist Klärungsorientierte Psychotherapie?

Die Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist eine Therapieform, die seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Praxis angewandt wird. KOP ist eine sehr gut psychologisch fundierte Therapieform, die Konzepte in vielen therapeutischen Bereichen entwickelt hat, z.B. in der Beziehungsgestaltung, in der Motivierung von Klienten, der Steuerung von Klärungsprozessen, der Bearbeitung von Schemata.

KOP hat dabei störungsspezifische Ansätze für viele psychische Probleme entwickelt, insbesondere für Klienten mit psychosomatischen Störungen und Persönlichkeitsstörungen.

Die therapeutischen Effekte von KOP sind gut empirisch nachgewiesen und vor allem basieren die therapeutischen Strategien auf sehr umfangreichen Prozessforschungen.

KOP ist sehr gut psychologisch fundiert und stellt ein hoch konsistentes, stark praxisorientiertes Therapie-Konzept zur Verfügung.

KOP ist wirksam bei allen psychischen Problemen, bei denen kognitive oder affektive Schemata oder eine schlechte Zugänglichkeit zum Motivsystem das Problem (mit-)verursachen.

KOP hat insbesondere spezifische therapeutische Konzepte entwickelt für Störungen wie:

  • Depressionen
  • Psychosomatik
  • Somatisierung
  • Persönlichkeitsstörungen und zwar sowohl für die sogenannten „reinen“ Persönlichkeitsstörungen (PD) wie Narzissmus, Histrionik, Dependenz, Selbstunsicherheit, schizoide PD, passiv-aggressive PD, zwanghafte PD und paranoide PD als auch für sogenannte Schema-Borderline-Störungen.

Genauere Informationen erhalten Sie auf der Website: www.kop-bochum.de

Die Kursreihe

In dieser Kursreihe sollen theoretische und praktische Konzepte der KOP vermittelt und an Demonstrationsmaterial illustriert werden.

Behandelt werden z.B.:

  • Grundkonzepte der KOP
  • Therapeutische Beziehungsgestaltung
  • Schema-Theorie
  • Therapeutische Klärungsprozesse
  • Bearbeitung von Schemata im „Ein-Personen-Rollenspiel“
  • Therapeutische Informationsverarbeitung zur Bildung von Fallkonzepten
  • Emotionen in der Psychotherapie
  • Umgang mit Vermeidung u.ä.

Die vermittelten Inhalte sind nicht nur interessant für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die sich das Konzept der KOP aneignen möchten, sondern enthalten auch viele Aspekte, die für Therapeuten aus anderen Bereichen interessant und eine Bereicherung sein können, z.B. Themen wie therapeutische Kommunikation, Beziehungsgestaltung, Informationsverarbeitung, Verstehen und Modellbildung.