Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Die psychologische Struktur von Narzissmus wird dargestellt. Daraus abgeleitet wird ein Verständnis für Probleme in der Therapie, schnelle und zuverlässiges erkennen von ungünstigen Interaktionen und ein angemessener therapeutischer Umgang.

 

Personen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung weisen ein sehr hohes Anerkennungsmotiv auf: Das heißt, sie wollen von Interaktionspartnern, auch und vor allem vom Therapeuten, positives Feedback über ihre Person: Lob für Leistung, Intelligenz, Fähigkeiten usw. Sie kommen in Therapie, um vom Therapeuten eine solche Art von Beziehung zu bekommen. Da die Störung ich-synton ist, wollen Sie in der Therapie ihre Kosten reduzieren, sind aber nicht motiviert, an ihrem System zu arbeiten: Ihre Änderungsmotivation ist sehr gering. Sie weisen ein „doppeltes Selbst-Schema“ auf: Einerseits ein negatives Schema, in dem viele Selbstzweifel stehen. Das macht sie oft unsicher, sie vermeiden Situationen und sind hochgradig kritikempfindlich. Zum anderen zeigen sie ein positives Selbst-Schema mit Annahmen darüber, was sie (sehr) gut können: Manche dieser Annahmen sind unrealistisch und führen zu problematischem Handeln (Selbstüberschätzung).

Sie weisen auch Beziehungsschemata auf, von Interaktionspartnern bewertet und abgewertet zu werden, was sie in Beziehungen vorsichtig und misstrauisch macht, auch dem Therapeuten gegenüber. Die Personen entwickeln Normen, sehr gut oder „der Beste“ zu sein, was sie stark unter Druck setzt und zu Stress führt. Und sie entwickeln Regeln, soziale Erwartungen, respektvoll oder wie ein „VIP“ behandelt und nicht behindert zu werden. Sie sind manipulativ und diese Aspekte führen häufig zu sozialen Konflikten.

In der Therapie sind Therapeuten mit vielen Problemen konfrontiert:

Das Seminar dient dazu, dass Therapeuten

Die Strategien werden praxisnah vermittelt und durch praktische Beispiele illustriert.

Seminar Inhalt

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Prof. Dr. Rainer Sachse

Prof. Dr. Rainer Sachse

ist Verhaltens- und Gesprächspsychotherapeut, Leiter des Instituts für Psychologische Psychotherapie in Bochum und lehrt Klinische Psychologie an der dortigen Ruhr-Universität. Er zählt deutschlandweit zu den versiertesten Experten für Persönlichkeitsstörungen.